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Telekom drosselt DSL-Geschwindigkeit – Wer ist betroffen?

Schon vor einigen Wochen berichteten wir über den Plan der DSL Drosslung seitens der Telekom und nun wird es ernst. Ab 2016 greift die Datenvolumenbeschränkung! Wer das Volumen verbraucht hat, surft mit der unglaublich langsamen Geschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde. Videos bei YouTube anschauen, Software herunterladen oder Filme online schauen ist mit dieser Geschwindigkeit nicht mehr möglich. Neukunden der Telekom haben bereits in ihrem Vertrag eine Klausel für die Volumenbeschränkung, doch nicht nur Neukunden werden betroffen sein.

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Zwar haben Bestandskunden bislang keine Passage über die DSL Drosslung, doch die Telekom sorgt bereits dafür. Nach und nach will die Telekom die normalen Telefonanschlüsse auflösen und auf die Internet Telefonie umstellen. Damit erhalten alte Kunden einen neuen Vertrag, der wohl die selbe Klausel enthalten wird, wie es die Neukunden heute schon bekommen.

Die Gründe für die DSL Drosslung

Das Ende der Internet-Flatrate ist damit in Sicht. Die Telekom begründet die Maßnahme durch den immer steigenden Datenverbrauch der einzelnen Nutzer. Die Telekom geht davon aus, dass bis 2016 sich der Datenverkehr vervierfacht. Um diesen Datenverkehr zustemmen baut die Telekom ihr Glasfasernetzwerk stets aus, was mit immensen Kosten verbunden ist. Schätzungsweise kostet dieser Ausbau rund 80 Milliarden Euro.

Für die normalen Nutzer ändere sich nicht viel, da ein Durchschnittsverbraucher nur rund 25 Gigabyte an Datenvolumen im Monat benötigt und damit weit unter der 75 GB Beschränkung liegt. Geplant sind auch größere Flatrates, welcher allerdings etwas teurer sind. Momentan geht man von einem zusätzlichen Beitrag von rund 20 Euro aus.

Ausblick

Bis 2016 ist es noch etwas hin, aber mir persönlich macht diese DSL Drosslung sorgen. Aber noch ist nicht endgültig alles Fix in Sachen Drosslung. Die Verbraucherzentrale NRW forderte die Telekom per Abmahnung bereits auf, die Drosslung zurückzunehmen, da es eine unangemessene Benachteiligung der Verbraucher darstellt. Auch die Bundesnetzagentur prüft derzeit ein Verfahren. Ob die Telekom den großen Aufschrei nachgeben wird? Wohl nicht, es sieht eher so aus, als ob die Gerichte in Deutschland darüber entscheiden müssen.

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