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Aktuelle Literatur für Programmierer – Sammelrezension (Gastbeitrag)

Der Raspberry Pi ist mit einem Preis von 35 US Dollar ein preisgünstiger kreditkartengroßer Einplatinenrechner. Er dient jungen Menschen beim Erwerb von Hardware- und Programmierkenntnissen. Das Buch (Link zum Produkt) zeigt den Aufbau und den großen Sinn des kleinen Rechners auf. Es führt den Leser Schritt für Schritt in die Programmierarbeit ein. Es zeigt den grundsätzlichen Aufbau und die Nutzung grafischer Benutzeroberflächen auf und erschließt komplexe Zusammenhänge auf einfache Weise. Dabei wird insbesondere auf syntaktische Besonderheiten aufmerksam gemacht und das dabei entstehende Zusammenwirken der digitalen Befehle mit den Funktionen der Hardware. Es geht hier um Namen und Zuweisungen, Kontrollstrukturen, Verarbeitung von Strings, Funktionen, Dateien und Ressourcen aus dem Internet, Zeitfunktionen und Threads,  Objektorientierte Programmierung, Webserver und CGI-Skripte und den Einsatz von Datenbanken.

Programmieren wird mit Python einfacher

Bei der Umsetzung von Projekten geht das Buch auf die Gerätesteuerung ein. Es werden die Messwerterfassung und –Visualisierung ebenso behandelt, wie Interaktive Spiele. Animationen und Simulationen. Das Steuern mit Potenziometern und AD Wandlern wird erklärt und letztlich auch die Webcam. Mit starker Unterstützung von Screenshots, syntaktischen Beispielen und Formeln erfährt der Leser praktisch alles über die Shell, den Editor und das Programmieren am Prompt. Damit zeigt das Buch ungeschminkt Programmierarbeit mit selbst entwickeltem Source Code auf. Wer das Buch aufmerksam liest und die Schritte mit geht, kann am Ende tatsächlich mit Python programmieren.

JavaScript effektiv: 68 Dinge, die ein guter JavaScript-Entwickler wissen sollte

Das Buch (Link zum Buch) bringt seinem Leser gleich zu Beginn die Umstände näher, unter denen JavaScript in den 1990er Jahren einst entwickelt wurde und weckt so das Verständnis für die eine oder andere Besonderheit. Über die Notwendigkeit, sich an syntaktische Regeln halten zu müssen und die Bedeutung des der Scriptsprachen für das WEB leitet der Autor gekonnt zu den Kernthemen. In der Manier von „Hallo World“ führen erste syntaktische Experimente direkt zu den Tipps und Ratschlägen, die der Buchtitel ankündigt. Dazu gehören die verbesserte Vorgehensweise für die prototypbasierte objektorientierte Programmierung und die Feinheiten bei Arrays und Dictionary-Objekten. Die JavaScript-Funktionen und die Semantik von Gültigkeitsbereichen werden erläutert und das Method Chaining wird erklärt. Der Autor nimmt sich auch des “Run-to- Completion”-Ansatzes für Nebenläufigkeit an.

Ein echter Ratgeber für JavaScript – Entwickler

Spätestens wenn es um Bitbreiten und Bitmuster geht wird deutlich, dass das Buch wirklich ein Ratgeber für die guten JavaScript-Entwickler ist und kein leicht verdauliches Einsteigerbuch. Ungeachtet dessen sind die Beispiele fundiert gebracht und leicht verständlich aufbereitet. Da es bei den Funktionen im WEB immer auch um optimale Zugriffszeiten geht, wird auch der Umgang mit Zahlentypen verdeutlicht. So folgt der wichtige Hinweis darauf, dass Fließkommazahlen einen Kompromiss zwischen Genauigkeit und Leistung bieten.

Weniger schlecht programmieren

In dem gut 400 Seiten starken Buch (Link zum Buch) demonstriert die Autorin wahres Mitgefühl für all jene, die sich im Programmieren versucht und Frust erlebt haben. Schon das Inhaltsverzeichnis macht die Autorin mit Kapitelüberschriften wie „Bin ich hier richtig“ oder „Zwischen Hybris und Demut“ zur Anwältin derer, denen die Computer nicht so recht gehorchen wollen.

Ein echter digitaler Coach fürs Programmieren

Es ist wohl die Mischung aus dem unterhaltsamen Schreibstil, der offen demonstrierten Fachkunde und den Mut machenden Sätzen, die das Buch zum digitalen Coach in den medialen Welten der Programmierarbeit werden lässt. Das Buch zeigt den PAP als Storyboard auf und begleitet den Leser bis zur syntaktisch korrekten Umsetzung in den Quellcode.

Die Autorin zeigt auf, wie leicht man sich verzettlen kann, wenn man zu viel auf einmal möchte. Mit Kapitelüberschriften wie „Ich war es nicht“ bleibt der unterhaltsame Stil erhalten, und der Inhalt konkret. Das Arbeiten im Team ist längst zur zeitgemäßen Form der Programmierarbeiten geworden. Das setzt verantwortungsbewusstes Arbeiten voraus und macht es gelegentlich auch erforderlich seine Fehler zu beheben.

Wie man handwerkliche Programmierprobleme behebt

Ein komplettes Kapitel ist den Fehlern gewidmet, die sich immer mal wieder einschleichen und somit den Stempel „typisch“ tragen. Das Debugging wird besprochen und was ist, wenn im Quellcode plötzlich Zahlen in den Formeln stehen, wo Variablen stehen sollten. Bei der Gelegenheit wird auch auf das Erkennen von zu tiefen Verschachtelungen hingewiesen und was passiert, wenn Dateien zu groß werden. Wie selbstverständlich folgen Ratschläge und pragmatische Tipps, wie man aus diesen „Typischen“ handwerklichen Programmierproblemen wieder rauskommt. Am Ende steht auch hier der neuerliche Test. Läuft das Programm besser? Ist es schneller? Macht es Fehler. Die Autorin zeigt auch hier, worauf es ankommt. Es sind die Sätze wie „später mache ich das alles noch mal ordentlich“, mit denen die Autorin ihren Lesern humorvoll den Spiegel vorhält, und dabei noch Mut macht.

Ein Gastbeitrag von Frank Große

JavaScript effektiv: 68 Dinge, die ein guter JavaScript-Entwickler wissen sollte

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Weniger schlecht programmieren

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In Kategorie: Bücher, Tipps & Tricks

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