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Suchmaschinen-Optimierung für WordPress – Die ersten Schritte

In der Blogger-Gemeinde hat sich WordPress zu eines der beliebtesten Blog-Systeme durchgesetzt. Besonders beliebt ist das CMS (Content Management System) bei Nutzern ohne jegliche Programmiererfahrungen. Mittlerweile gibt es 20787904 Webblogs die auf WordPress aufgebaut sind. Viele dieser Blogs dienen wirklich als reines Tagebuch für Freunde und Bekannte. Ein Großteil möchte allerdings seine Artikel und Informationen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Gerade für kommerzielle Seiten wie Online-Shops oder Freelancern ist es enorm wichtig in den Suchrankings weit vorne aufzutauchen.

Aber nicht nur für kommerziell orientierte Blogs ist es wichtig in den Suchrankings von Google so weit oben wie möglich zu stehen. Jeder Blogger investiert eine Menge Zeit beim Schreiben von Artikeln und daher sollte für jeden Blogger das primäre Ziel sein, dass seine Artikel auch gelesen werden. Was nutzt ihnen der beste Content, das schönste Design, die beste und günstigste Dienstleistung wenn ihre Beiträge und Angebote nicht gefunden werden? Genau an diesem Punkt sollten Sie ansetzen. Bei WordPress wird oft, gerade bei Einsteigern, ein kostenloses Theme genutzt. Oft wird hierbei nur auf das äußere geachtet, doch viel wichtiger ist der Quelltext der dahinter steckt. Viele Entwickler sind „faul“ und verwenden zum Beispiel HTML-Überschriften (h1,h2,h3…) viel zu oft. Um zu verstehen, warum dies ein großer Fehler ist, wagen wir einen kleinen Exkurs in die Funktionsweise einer Suchmaschine.

Funktionsweise einer Suchmaschine am Beispiel von Google

Eine kleine Anmerkung vorweg, das Kapitel Suchmaschinen-Optimierung und die Funktionsweise einer Suchmaschine ist so komplex, dass wir an dieser Stelle nur einen wirklich kleinen Teil darstellen. Für diejenigen, die gern mehr darüber erfahren möchten, sollten hier zu einer Fachliteratur greifen. Erst vor wenigen Tagen haben wir ein sehr ausführliches und gutes Buch zur Suchmaschinen-Optimierung vorgestellt. Generell finden Sie bei uns in der Fachbücher Rubrik immer hoch interessante und hilfreiche Bücher.

Eine Suchmaschine wie Google bewertet eine Webseite und deren Artikel nach bestimmten Faktoren. Unter anderem werden von Google Überschriften, welche mit dem <h1> Tag ausgezeichnet sind, höher bewertet als andere Überschriften. Daher sollte jede Webseite genau über ein <h1> Tag verfügen. Überschriften werden also generell höher gewertet als der normale Text. Die Überschriften h2 und h3 dürfen durchaus mehrmals vorkommen, jedoch sollte auch an dieser Stelle nicht übertrieben werden.

Bei kostenlosen, aber auch bei kostenpflichtigen Themes sieht man des öfteren, dass die Überschriften <h2> oder <h3> für die komplette Sidebar genutzt wird. Genau an dieser Stelle entstehen die ersten Probleme. Angenommen Sie haben einen wirklich tollen Artikel geschrieben, mit mehreren Unterüberschriften in der Größe h3. Durch die Verwendung der h3 Tags in der Sidebar und evtl. auch an anderen Stellen, verliert ihr Artikel deutlich an Potential. Der Crawler indexiert ihren Artikel, sowie die html Tags, durch die Verwendung der selben Überschriften in der Sidebar, verlieren ihre Unterschriften für das Suchmaschinen-Ranking an Gewichtung.  Durch diesen Einschnitt könnte es durchaus vorkommen, dass ihr Artikel viel schlechter platziert wird als bei einer gut optimierten Seite.

Wie oben bereits erwähnt, ist das h1 Tag eines der wichtigsten, daher sollte es maximal einmal vorkommen. Oft sieht man bei WordPress Blogs, dass der Seitentitel der Hauptseite auch für die Unterseiten verwendet wird. Ein Seitentitel sollte einzigartig sein und das wichtigste sollte am Anfang stehen.

Die ersten Schritte der Suchmaschinen-Optimierung für WordPress Blogs

Der Seitentitel:

Über das Adminpanel von WordPress können Sie ganz leicht überprüfen, ob ihre Seite bereits über optimale Settings verfügt. Dazu rufen Sie ihr Adminpanel auf, klicken auf Design -> Themes -> Editor. Um festzustellen, ob ihr Seitentitel für jede Unterseite neu erstellt wird, öffnen Sie die index.php. In vielen Fällen findet sich ein solches Gerüst wieder:

<title>
  <?php bloginfo('name'); ?>
  <?php wp_title(); ?>
</title>

Dieser Titel ist wenig hilfreich, er unterscheidet nicht zwischen Hauptseite und Unterseiten und hat demzufolge immer den selben Text. Darüber hinaus wird der Überschrift kein HTML Tag mitgegeben. Als Regel gilt allerdings, jede Hauptüberschrift von Artikeln sollte mit einem h1 Tag formatiert werden. Ein besserer Titel könnte also folgendermaßen aussehen:

<h1><title>
<?php
  if (is_home()) {
    bloginfo('name'); ?> | bloginfo('description'); <?php
  }
  elseif (is_single ()) {
    wp_title('');?> <?php bloginfo('name');
  }
  elseif (is category()) {
    wp_title(''); ?> | <?php bloginfo('name');?> Kategorie <?php
  }
  else wp_title('');
  ?>
</title></h1>

Mit diesem Quellcode erreichen Sie, dass falls sich ein Besucher auf der Startseite befindet, der Blogname und zusätzlich die Blogbeschreibung angezeigt wird. Wird eine Single Seite aufgerufen, also ein Artikel, wird zuerst die Überschrift des Artikels angezeigt und anschließend der Blogname. Ebenso verhält es sich bei einer Kategorie, zuerst wird der Name der Kategorie angezeigt und danach der Blogname. Damit erfüllen Sie die ersten Voraussetzungen für eine bessere Indexierung ihrer Seite. Ihr Titel ist immer einzigartig und das wichtigste steht am Anfang des Titels.

Die Sidebar:

Wenn ihr Theme eine Sidebar anbietet und Sie diese auch nutzen, sollten Sie ebenfalls herausfinden, ob ihre Sidebar-Überschriften mit einem html-tag versehen sind. Wenn diese zum Beispiel mit dem tag <h3> versehen sind und Sie diese auch in ihren Artikel nutzen, sollten Sie diese entfernen. Sie könnten zum Beispiel statt einer h3-Überschrift eine eigene Klasse nutzen.

style.css

.sidebarh3
{
 font-family: arial, sans-serif;
 color: blue;
 font-size:16pt;
 padding: 10px 0px 0px 0px;
 display:block;
 line-height:0.7em;
}

Der oben gezeigten Code könnten Sie in die style.css einfügen und die Sidebar in der index.php mit „<strong class=sidebarh3>…<strong> aufrufen. Mit dieser Methode könnten Sie das h3 Tag wieder in ihren Artikeln verwenden, ohne dabei an Potential zu verlieren. Der gezeigte Code ist nur ein Beispiel und benötigt daher auch kleinere Anpassungen.

Empfehlungen für eine Erfolgreiche Suchmaschinen-Optimierung

Der eigentliche Prozess der Suchmaschinen-Optimierung beginnt eigentlich früher als bei der Anpassung von Quellcode. Wir empfehlen daher auf ein fundamentales Wissen zusetzen und verweisen auf das Fachbuch „Suchmaschinen-Optimierung„, welches wir bereits in einem separaten Artikel vorgestellt haben.

Neben der Fachliteratur bieten sich auch WordPress Plugins an. Hier sollten Sie allerdings auf bereits bewährte Plugins setzen, wie zum Beispiel wpSEO.  wpSEO optimiert Blogs für Suchmaschinen – automatisch und effizient.  wpSEO wirbt mit dem Slogan, dass sich Blogger um die Inhalte kümmern, das Plugin kümmert sich um die Platzierung. Über den folgenden Link gelangen Sie zum Anbieter von wpSEO, dort erhalten Sie auch die Möglichkeit das Plugin kostenlos zu testen, hier geht es zu wpSEO.

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5 Kommentare zu "Suchmaschinen-Optimierung für WordPress – Die ersten Schritte"

  1. Carsten Todt sagt:

    Da bin ich ja mal gespannt, was ihr noch alles so bringt. Scheint mir zunächst einmal äußerst informativ. Dahinter steckt wahrscheinlich auch sehr viel Arbeit. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das weitergeht.

  2. Ghostwriterin sagt:

    Dank diesem Beitrag habe ich das mit den h1 Tags jetzt auch endlich verstanden. Cool, danke.

  3. Guter erster Einstieg für WordPress SEO!
    Ich würde vielleicht noch den rel=“author“ tag anführen, wobei das vielleicht etwas mehr Erklärung bedürfte bzgl. G+ Account etc.

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