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Über die globale Speicherkapazität von Informationen und Daten

Während das digitale Zeitalter den Zugriff der Menschen auf Informationen bahnbrechend erleichtert hat, hat es auch dafür gesorgt, dass immer mehr Daten gespeichert und weitergegeben werden. Mit der Frage, wieviele Informationen es eigentlich auf der Welt gibt und wie diese verarbeitet werden, haben sich Martin Hilbert und Priscila Lopez von der University of Southern California (USC) bereits 2011 beschäftigt.

Bild: C. Nöhren  / pixelio.de

Bild: C. Nöhren / pixelio.de

Die Wissenschaftler berechneten die Menge an analogen und digitalen Informationen oder Daten, die im Internet verfügbar bzw. auf Festplatten gespeichert werden können. Es geht auchum Kommunikation, also zum Beispiel um die Informationen, die via GPS Fernsehsendungen und Telefongesprächen übermittelt werden.

Eine globale Speicherkapazität von 300 Exabytes

Die berechneten Zahlen sind gewaltig und kaum noch vorstellbar. 2007 konnte die Menschheit etwa 300 Exabytes an Daten analog und digital sichern. Zur Erinnerung sei kurz dies erwähnt:Ein Exabyte besitzt 18 Nullen und entspricht einer Trillion Bytes. Wenn man diese Menge an Informationengleichmäßig auf die Erdbevölkerung verteilen würde, dann entspräche dies etwa 61 CD-Roms pro Bewohner.Möchteman Letzterestapeln, dann würde der CD-Turm bis zum Mond reichen – und sogar noch einmal ein Viertel der Strecke darüber hinaus. Noch anders ausgedrückt: Man bräuchte 315 mal soviele Sandkörner, die es auf allen Stränden dieser Erde gibt, um auf die Menge von 300 Extrabytes zu kommen.

Wachstumsraten, bei denen Politiker neidisch wären

Die Wissenschaftler konzentrierten sich ebenfalls auf die Entwicklungen und Veränderungen, die es zwischen 1986 und 2007 gab. Laut den Ergebnissen ihrer Studie stieg die globale Speicherkapazität viermal so schnell wie die globale Wirtschaftskraft.Zwischen 1986 und 2007 wuchs die globale Datenverarbeitungsleistung außerdem jährlich um 58 Prozent. Doch erst 2002 überholte die digitale Speicherkapazität die der Analogen. Die Wissenschaftler definieren daher das Jahr 2002 als den Beginn des digitalen Zeitalters.

Seit 2002 ist die Digitalisierungvon Daten sehr stark vorangeschritten. Hilbert und Lopez schätzen, dass 2007beinahe 97 Prozent des weltweiten Datenspeichers digital vorlag. Das Digitalisieren von Dokumenten wird dabei für Unternehmen und Privatpersonen immer unkomplizierter, Dienstleistungen wie Iron Mountain helfen können.

Als Speichermedium unschlagbar: DNA-Moleküle

Trotz der 18 Nullen einesExabytes und den unglaublichen Datenmengen, die es gibt, stellt die Natur dennoch alles in den Schatten. Alle DNA-Moleküle eines erwachsenen Menschen können mehr Informationen speichern,als all unsere Speichermedien zusammen. Behält man jedoch das extreme Informationswachstum im Kopf, dann wäre interessant zu sehen, wann und ob moderne Technologien der Natur im Bezug auf Speicherkapazitäten Parade bieten können.

 

In Kategorie: Hardware, News

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